Meinung

Forrester: Anspruchsvolle Nutzer unzufrieden mit Ajax-Anwendungen

Die meisten Power User sind enttäuscht von der Leistung Ajax-basierender Programme, berichtet das Marktforschungs- und Beratungshaus Forrester Research.

Die Analysten stützen sich auf eine Umfrage unter professionellen Anwendern, die Rich Internet Applications (RIAs) auf Basis von Asynchronous JavaScript and XML (Ajax) nutzen. Die mit Ajax erstellten Business-Anwendungen seien sehr komplex und ärgerten Benutzer in vielen Fällen mit langen Reaktionszeiten und einer generell schwachen Verarbeitungsleistung, so die Kritik. Das lokale Rendering komplexer Bildschirmmasken etwa fresse einen großen Teil der verfügbaren CPU-Zeit auf den Clients.

Forrester berichtet unter anderem von einem europäischen Handelsunternehmen, das seine mit Visual Basic erstellten Rich-Client-Benutzeroberflächen auf Ajax migrieren wollte. Für komplexe Bildschirmmasken in den Ajax-Anwendungen hätten sich dabei Ladezeiten von mehreren Sekunden ergeben, während die alten Client-Anwendungen ohne Verzögerungen für Benutzer verfügbar gewesen seien.

Die Anbieter von Ajax-Frameworks arbeiteten an den Problemen, so Forrester, bisher allerdings mit mäßigem Erfolg. So sei es beispielsweise nicht gelungen, die Performance von Ajax-Anwendungen mit Hilfe der steigenden Bandbreiten in vielen Unternehmen zu erhöhen. Trotz größerer Übertragungsgeschwindigkeiten habe sich die Verarbeitungsleistung der untersuchten Anwendungen nur geringfügig verbessert.

Um die Schwierigkeiten in den Griff zu bekommen, sollten Ajax-Anbieter und Browser-Entwickler enger zusammenarbeiten, raten die Auguren. Gegenwärtig sei allerdings das Gegenteil zu beobachten: Microsoft etwa investiere eher in Ajax-Alternativen wie Silverlight. Dem Open-Source-Projekt Mozilla, das den populären Firefox-Browser entwickelt, fehle es schlicht an der schieren Masse an Programmierern, um die Probleme zu lösen.

Vor diesem Hintergrund empfiehlt Forrester Unternehmen, neue RIA-Techniken wie Adobe RIA von Adobe Systems oder auch Microsofts Silverlight-Toolset zu prüfen und gegebenenfalls anstelle von Ajax einzusetzen.

Quelle und gesamter Artikel: COMPUTERWOCHE.de

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PDF/A – machen wir aus der Maus einen Elefanten?

Diesmal möchte ich auf einen interessanten Artikel zum Thema PDF/A hinweisen. Natürlich etwas positiv eingefärbt, da der Author Geschäftsführer eines Softwareanbieters rund um PDF/A ist. Aber als Übersicht und Einblick sehr gut...


"Sollte man denn so viel "Wind" um den PDF/A Standard und das PDF/A Competence Center machen. Schließlich ist PDF/A ja nur ein minimaler Teil eines ECM-Systems", so eine Meinung zum Thema PDF/A Standard. Thomas Zellmann fällt dabei immer eine circa 200-seitige Ausschreibung einer nicht ganz kleinen deutschen Behörde ein, in der das Thema Archivformate nur eine halbe Seite beanspruchte. Er vergleicht ein ECM-System ganz gerne mit einem Haus, und da bilden Dokumentformate das Fundament, auf dem das gesamte ECM-Haus stehen muss. Deshalb ist es auch so wichtig, hier eine fundierte Entscheidung zu treffen. Und aus Sicht des PDF/A Competence Center kann eine solche nur positiv für PDF/A ausfallen, weshalb auch entsprechender "Wind" gemacht werden muss.

Denn mit PDF/A als ISO-Standard für die Langzeitarchivierung haben Unternehmen und Verwaltungen die Sicherheit, dass ihre Dokumente langfristig lesbar erhalten bleiben. Sie entsprechen somit gesetzlichen Anforderungen und haben gleichzeitig die Sicherheit, dass digital abgelegte Informationen über Jahrzehnte hinweg verfügbar bleiben. Nehmen wir mal die Banken und Versicherungen, die als Vorreiter bei der Nutzung von elektronischen Dokumentensystemen gelten. Sie verwalten und archivieren ihre gescannten Briefe, ausgefüllte Formulare, Bilder von Schäden und Verträge digital. Dementsprechend besteht eine digitale Kundenakte aus zahlreichen Dateien mit unterschiedlichen Formaten.

Man kann quasi von einem Format-Zoo sprechen. Die Konsequenz: Sachbearbeiter, die eine Kundenakte mit Fotos, E-Mails, Formularen und Anschreiben durchsehen wollen, müssen umständlich zwischen verschiedenen Viewern hin- und herschalten. Zusätzlich stellt sich hier die Frage, wie lange beispielsweise ein Word-Dokument oder eine Excel-Kalkulation noch lesbar ist. Wenn man bedenkt, dass die Aufbewahrungspflicht für eine Kredit- oder Versicherungsakte mindestens fünfzig oder mehr Jahre beträgt, wobei das Papier in der Regel vernichtet wird und somit nur noch eine digitale Kopie existiert, dann muss die zukünftige Lesbarkeit sichergestellt sein.

Woher kommt PDF/A und was sind seine speziellen Eigenschaften?

Beschäftigen wir uns zunächst mit der Frage, woher PDF/A eigentlich kommt. PDF ist in der Geschäftswelt ein äußerst beliebtes Datenformat. Um zu verhindern, dass Unternehmen für die Langzeitarchivierung eigene Unterdialekte von PDF erzeugen, war ein Standard notwendig. Dieser sollte sicherstellen, dass PDF-Dokumente langfristig lesbar erhalten bleiben. Mit anderen Worten: Es bestand Bedarf nach einem "guten PDF-Format":

Die Initiative für ein solches "gutes PDF-Format" kam von dem internationalen Anwenderverband AIIM (Enterprise Content Management Association) und der NPES (National Printing Equipment Association, die sich inzwischen als Association for Suppliers of Printing, Publishing, and Converting Technologies beschreibt). Sie haben bereits im Oktober 2002 eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen. Diese Arbeitsgruppe setzte sich aus Vertretern der Forschung, der öffentlichen Hand und der Wirtschaft zusammen. Dazu zählen Adobe, Appligent, EMC, Global Graphics, die Harvard Universität, IBM, das nationale Staatsarchiv der USA NARA, die Library of Congress, Merck & Co., das Patent- und Markenamt der USA, PDF Sages und US-Gerichte. Einige der Spezialisten waren bereits bei der ersten PDF-Standardisierung, dem PDF/X-Format beteiligt. Dieses dient zum Austausch von Druck- und Anzeigendaten in der Verlagsindustrie. Aus dieser Arbeitsgruppe entstand sehr bald das PDF/A-Normungskomitee in der ISO (ISO TC 171). Hierdurch kamen Vertreter nationaler Normungsinstitute in der Folge zum PDF/A-Normungsgremium dazu.

Die Standardisierung erfolgte auf Basis fundamentaler Ansprüche an ein Dateiformat für die Langzeitarchivierung. Daraus resultierten die speziellen Eigenschaften, über die das Format heute verfügt.

Dazu zählen:

  • Geräte-, Software- und Versionsunabhängigkeit, so dass die Inhalte immer gleich dargestellt werden.
  • "Self Contained", beinhaltet alle Komponenten, die zur Darstellung nötig sind, in der Datei.
  • "Self Documented", die Dateien beschreiben sich inhaltlich und dokumentieren sich selbst über wiederum standardisierte Metadaten.
  • Transparenz, eine PDF/A-kompatible Datei ist mit einfachen Mitteln analysierbar.

 

Im Herbst 2005 verabschiedete die International Organization of Standardization (ISO) PDF/A (A steht sinnigerweise für Archive) als Standard "ISO 19005-1" für die Langzeitarchivierung. Dieser ist auf 36 Seiten mit sehr viel Technik beschrieben und kann über www.iso.org gekauft werden. Der PDF/A-Standard basiert übrigens auf der PDF Version 1.4, die Adobe im Zuge des Prozesses auch offengelegt hat. Er verbietet u.a. die Verwendung von externen Inhalten, Skripts oder Verschlüsselungen. Durch die formale Anerkennung der ISO wurde PDF vom De-facto-Standard, also aufgrund seiner häufigen Verwendung und Akzeptanz zu einem De-jure-Standard erhoben.

Der PDF/A ISO Standard ist in die Level PDF/A-1a und 1b unterteilt. PDF/A-1b (Level B Conformance) beschreibt die Mindestanforderungen zur Übereinstimmung mit PDF/A. Es bildet die Basis, die von den meisten PDF/A-Produkten unterstützt wird.

PDF/A-1b stellt sicher, dass der Text (wie auch der übrige Seiteninhalt) korrekt angezeigt werden kann, garantiert aber nicht, dass der enthaltene Text auch lesbar und verständlich ist. Damit ist die Übereinstimmung mit dem Abschnitt 508 des "US Rehabilitation Act" nicht gewährleistet.

PDF/A-1a ergänzt im Wesentlichen zwei Funktionen, nämlich die Unicode-Unterstützung und sogenanntes Tagged PDF. Tagged PDF unterstützt insbesondere die Barrierefreiheit. Es beschreibt die semantische oder logische Struktur eines PDF und stellt damit sicher, dass die natürliche Leseordnung des enthaltenen Texts erhalten bleibt.

Die Textextraktion ist vor allem dann wichtig, wenn die Dokumente beispielsweise auf mobilen Geräten (wie beispielsweise einem PDA) oder auf Geräten gemäß dem oben genannten Abschnitt 508 dargestellt werden sollen. In solchen Fällen muss der Text auf dem eingeschränkten Bildschirm neu angeordnet werden können (re-flow).

Die Praxis hat gezeigt, dass 1b für die meisten Anwendungen ausreichend ist. Im Scan- oder im Output-Bereich ist 1a nur mit sehr hohem manuellem Aufwand zu erreichen.

Quelle und gesamter Artikel: documanager.de

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Der große Irrtum Business Process Management

Es macht Abläufe schneller, Geschäfte erfolgreicher und Nutzer glücklicher - ein wahres Wundermittel, dieses Business Process Management (BPM). Leider nur wird das Potenzial nicht genutzt - weil die Anbieter nicht wissen, was die Anwender wollen, so die Analysten der Butler Group.

Zugespitzt lautet die These der Analysten: Die BPM-Firmen stellen die Technik in den Fokus, ihre Kunden den Menschen. Das hat zur Folge, dass die Anbieter dicke Technologie-Pakete feilbieten, mit dem die Kunden aber nur teilweise etwas anfangen können - sie brauchen einen Dienstleister, der ihre Abläufe und die Struktur des Unternehmens versteht. Andrew Kellett, Butler Group Senior Research Analyst, scheut keine klaren Worte: Während die Lücke zwischen Verkäufern und Käufern zunehmend auseinander klaffe, sei es schon bemerkenswert, wie mancher Anbieter neue Funktionalitäten seiner Lösung anpreise - und seine Zielgruppe diesen "Schnick-Schnack" gar nicht will.

Laut Kellett stehen die beiden Lager in verschiedenen Ecken. So konzentrieren sich Anbieter zum Beispiel auf Prozess-Automatisierung. Das ist für ihre potenziellen Kunden aber nicht unbedingt ein Wert an sich. Für sie stehen das Zusammenspiel zwischen den Mitarbeitern und der Dialog zwischen Mensch und Technik im Mittelpunkt. Sie überlegen genau, wo Automatisierung überhaupt Sinn macht und wo eben nicht.

Soll Business Process Management - dessen Sinn Kellett in keiner Weise bezweifelt - vorankommen, ist es zwingend erforderlich, die Logik und die Bedürfnisse des jeweiligen Unternehmens zu verstehen. Nach Einschätzung der Burton Group kaufen die meisten Anwender BPM-Lösungen, um gezielt einzelne Technologie-Löcher zu stopfen oder ihren Mix aus diversen Anwendungen besser handhaben zu können. Für BPM-Anbieter heißt das: Weg von der Technik-Fixierung und hin zu einer weiter gefassten Perspektive, die die Prozess-Eigner samt ihren jeweiligen Ansätzen einschließt.

Andrew Kelletts Thesen dürfen nicht als Abgesang auf BPM missverstanden werden. Im Gegenteil: Eben weil Unternehmen mit ihren Strukturen und Prozessen einem ständigen Change unterworfen sind, kann Business Process Management viel leisten. Wenn denn die Verständigung zwischen Anbieter und Anwender klappt. Butler hat die Expertise unter dem Titel "A clear divide remains between vendor and user when it comes to key components and requierements of BPM technology" herausgegeben.

Quelle und gesamter Artikel: CIO.de

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Studie: Fertigungsunternehmen müssen Prozesse besser verzahnen

Laut einer Studie des Softwareherstellers Felten könnten Fertigungsbetriebe in Deutschland ihre Produktion effizienter gestalten. Vor allem an der Verknüpfung von Produktions- und Geschäftsprozessen hapert es.

Fast zwei Drittel der deutschen Fertigungsunternehmen schöpfen ihr Leistungspotenzial nur bis maximal 85 Prozent aus. Das ergab eine Umfrage des Softwareanbieters Felten unter 386 Betrieben. In 29 Prozent der Unternehmen beträgt das Verbesserungspotenzial 20 Prozent und mehr. Dagegen gaben nur sechs Prozent der befragten Firmen an, keine Leistungsreserven mehr ausschöpfen zu müssen.

Felten zufolge liegt der Hauptgrund für die mangelhafte Effzienz in der unzureichenden Prozessintegration. Vor allem die Verknüpfung von Produktions- und Geschäftsprozessen liege bei vielen Firmen im Argen. 69 Prozent der befragten Unternehmen räumten dieses Manko ein. Darüber hinaus fehle es an Transparenz (60 Prozent) und der Kostenkontrolle (55 Prozent) in den Fertigungsprozessen. Außerdem beklagen die Firmen eine hohe Rate an Produktionsfehlern (58 Prozent) und Zeitverzug (66 Prozent) in den Produktionsabläufen.

Aufgrund dieser Defizite steht die Optimierung der Fertigungsprozesse ganz oben auf der Agenda der Firmen. Ein Drittel der Unternehmen räumt diesem Thema eine sehr hohe Priorität ein. 29 Prozent der Befragten stuften die Wichtigkeit zumindest hoch ein. Lediglich elf Prozent gaben an, nur wenig Bedarf für Verbesserungen in der Produktion zu haben.

"Die Unternehmen kommen bei ihren Optimierungsabsichten kaum noch an Manufacturing-Execution-Systemen (MES) vorbei", folgert Werner Felten, Geschäftsführer des Softwarehauses, aus den Umfrageergebnissen. Allerdings passen dem Anbieter aus Serrig die Resultate der Studie gut ins Konzept. Felten bietet selbst Applikationen und Services zur Produktionsoptimierung für die Produktion an.

Quelle und gesamter Artikel: COMPUTERWOCHE.de

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Zehn Dinge im IT-Markt, die sich ändern werden (könnten)

Was kommt auf IT und Business in nächster Zeit zu? Der Marktforscher Gartner wagt wieder einmal einen Blick in die Kristallkugel und verrät Führungskräften und IT-Verantwortlichen, was in naher Zukunft so alles passieren wird.

Gartner sieht zehn bedeutende Ereignisse und Entwicklungen, die den IT-Markt im noch jungen Jahr 2008 und darüber hinaus maßgeblich beeinflussen werden. Die Prognosen beziehen sich auf Gebiete, bei denen Unternehmen rechtzeitig handeln müssen. Die vollen Auswirkungen werden zwar in diesem Jahr noch nicht zu spüren sein. Trotzdem sollte rechtzeitig reagiert werden, um aus den Trends einen Wettbewerbsvorteil ziehen zu können.

Und hier die 10 Trends...

  • Apple auf dem Vormarsch
  • Notebooks bleiben zu Hause
  • Open Source kommt
  • Software as a Service statt Produktlizenzen
  • Hardware zur Miete
  • Energieverbrauch im Visier
  • Green-IT
  • Hersteller unter Beobachtung
  • Selbständige Anwender
  • Zahl der 3D-Drucker explodiert

Quelle und gesamter Artikel: CIO.de

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Marktforscher empfehlen OOXML gegenüber ODF

US-Analysten der Burton Group gehen davon aus, dass sich Microsofts Dokumentenformat Office Open XML (OOXML) mittelfristig gegenüber dem Open Document Format (ODF) durchsetzen wird. Der bereits von der Internationalen Organisation für Normung (ISO) zertifizierte Standard ODF, den unter anderem Sun Microsystems, IBM und Google unterstützen, sei zwar schlank geraten und gut designt, schreiben die Marktforscher in ihrer 37-seitigen Studie. Dies allein reiche für komplexe Anwendungen in Unternehmen aber nicht aus. Zudem werde ODF indirekt von Sun kontrolliert. Es sei zwar möglich, dass der Standard stärker in Richtung Kundenfreundlichkeit entwickelt werde. Gegenwärtig sehen die Auguren darin aber "eher ein politisches Statement gegen Microsoft" als ein objektiv auswählbares Objekt im IT-Sektor.

Jede Organisation, die direkt oder indirekt etwa im Austausch mit Geschäftspartnern mit Applikationen aus Microsoft Office 2007 in Berührung kommt, sollte laut den Verfassern Guy Creese und Peter O'Kelly auf OOXML setzen. Zum einen handle es sich dabei um das Standardformat zum Speichern von Dokumenten im jüngsten Bürosoftware-Paket der Redmonder, so dass es sich quasi von allein weit verbreiten würde. Zum anderen seien bei OpenXML beispielsweise auch die Kompression und die Sicherheitsfunktionen verbessert worden im Vergleich zu früheren, binären Office-Formaten Microsofts. Die Migration auf OOXML schließe zwar einige administrative Herausforderungen ein, was sich aber durch einen späteren Produktivitätsgewinn wettmachen lasse.

Das Microsoft-Format, das im Herbst bei der ISO als Kandidat für einen zweiten offenen Dokumentenstandard zunächst durchfiel, hat dem Report zufolge formale und funktionale Vorteile gegenüber ODF im Rahmen der gängigen Anwendungen im Unternehmensbereich. Die Reichweite von OOXML werde künftig vor allem im Datenbanksektor ausgebaut. Den größten Wert von ODF sehen die Analysten dagegen vor allem darin, dass sich durch dessen Einsatz auf kurz oder lang günstigere Preise für alle Nutzer bei Microsofts Office-Programmen herausschlagen lasse. Bürosoftware-Pakete wie OpenOffice.org, die ODF implementieren, seien an sich aber trotz der Lizenzeinsparungen nicht wirklich günstiger als die Alternative der Redmonder. Schließlich müssten sich Firmenanwender in der Regel noch Support oder andere Hilfsdienstleistungen über größere Open-Source-Rahmenverträge einkaufen, folgen die Analysten einer alten Argumentationslinie Microsofts.

Quelle und gesamter Artikel: heise online

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2008 Vorhersage für Enterprise Web 2.0

Dion Hinchcliffe sollte man kennen, schreibt er doch in letzter Zeit ganz interessante Artikel über den Einsatz von Web 2.0 Konzepten und Lösungen im Unternehmen (Enterprise 2.0). Diesmal beglückt er uns mit 12 Vorhersagen zu Enterprise 2.0 im Jahr 2008. Teilweise wiederum sehr spannend und informativ...
Kurz zusammengefasst (Headlines):

  1. SOA finally goes pragmatic, Web-oriented, and lightweight
  2. Enterprise search will remain broken or highly limited in most organizations.
  3. Security will become a major concern as Web 2.0 apps and SaaS make the edge of enterprises increasingly porous
  4. Unstructured information from blogs and wikis will proliferate, driving demand for solutions to extract and consolidate business information.
  5. A large number of enterprise intranets will get social networking capabilities
  6. Enterprise mashups will make their appearance in a widespread way but won’t take off big, yet.
  7. Budget for next generation governance infrastructure will be demanded by IT to manage the proliferation of SaaS, new SOA, and mashups.
  8. Collective intelligence platforms and enterprise decision management support applications will see significant early adoption this year.
  9. New rich user experience platforms such as Adobe AIR and Microsoft’s Silverlight will see widespread use in the enterprise in 2008.
  10. Mobile devices, such as the iPhone and especially the BlackBerry, will see significant uptake for embedding workers into business processes and Web-based collaboration.
  11. Web 2.0 versions of traditional enterprise applications will struggle for marketshare amongst the software giants.
  12. Enterprise 2.0 will become a standard feature in most organizations, while views on the outcomes of deployments in organizations will be viewed through the lens of predisposition.

Quelle und gesamter Artikel: zdnet.com

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DOKmagazin - eine deutschsprachige ECM-Fachzeitschrift

Heute möchte ich kurz auf ein professionelles, fachlich hochwertiges und letztendlich auch nicht ganz unwichtig (in Hinsicht auf die Länderorientierung) deutschsprachiges Magazin hinweisen - DOKmagazin.

Das DOKmagazin beschäftigt sich ausschließlich mit Enterprise-Content-Management und allen damit verwandten Themen, bringt neben Fachartikeln und Statements von Anbietern auch interessante Projektberichte. Das Magazin erscheint vier mal jährlich und kann über die Website abboniert werden.

Zukünftig wird man das Magazin auch als EPaper direkt im Browser lesen (oder downloaden?) können.

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Baustelle - E-Mail-Management

Ganz gut zu einem meiner letzten Kommentare passt auch das Thema E-Mail-Management.

Wenn wir glauben, dass das digitale Chaos nur auf den Fileservern existiert, verwehren wir uns wohl der Tatsache, dass die E-Mail-Ablagen noch wesentlich "unaufgeräumter" und "unordentlicher" sind.

Der Umgang mit E-Mails ist letztendlich eine evolutionäre Entwicklung. Von wenig zu sehr schnell viel, ohne Zeit zu lernen und ohne Richtlinien von aussen. Erst vor kurzem (siehe EU Richtlinie 8) begann der Druck größer zu werden, auch E-Mails ordentlich im Sinne unternehmensrelevanter Dokumente zu verwalten und abzulegen. Daher die Fragen: Sind E-Mails eigentlich Dokumente? Und wann sind E-Mails unternehmensrelevante Dokumente?

Der Fachbereich E-Mail-Archivierung deckt unter Berücksichtung dieser Aspekte nur einen recht kleinen Teil ab. Viel besser trifft es da der Begriff "E-Mail-Management". Ja, das Management von E-Mails wird uns wohl noch einige Zeit beschäftigen. Einerseits werden neue Tools/Anwendungen hierzu entwickelt. Dies geht nun Zug um Zug. Beinahe jeder namhafte Anbieter im ECM-Umfeld hat bereits erste Lösungen oder bereitet solche vor. Andererseits benötigen Unternehmen neben den traditionellen E-Mail-Policies auch neue Document-Policies, welche den Umgang mit elektronischen Dokumenten im Allgemeinen im Unternehmen regeln sollten.

Und wie (fast) immer beim Verwalten, Zuordnen, Ordnen, Finden,... ist eine Disziplin im Vordergrund: die Klassifikation aufgrund festgelegter Taxonomien.

In den nächsten Wochen werde ich daher einen kleinen Schwerpunkt auf das Thema "Klassifikation" von elektronischen Dokumenten setzen. Und damit auch der (Ein-)Ordnung von E-Mails...

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Nächster Hype - Ablöse Fileserver

Der nächste Hype im ECM-Umfeld steht schon vor der Tür: möglichst automatische Ablöse von Fileservers bzw. Netzwerklaufwerken durch moderne Dokumenten-Management-Systeme.

Was sind die Kernkriterien bei einer Ablöse bzw. Migration eines Filesystems bzw. einer Dateiverzeichnisstruktur in Richtung eines Dokumenten-Management-Systems? Hier eine kleine Liste von notwendigen Aufgaben bzw. Funktionalitäten:

  • die Verzeichnisstruktur ist letztendlich eine Klassifikation (auf einfachstem Niveau - hierarchisch, ohne Mehrfachzuordnungen), diese ist im DMS durch entsprechende Taxonomie- und Klassifikationsmechanismen abzubilden
  • die Dateinamen sind zu analysieren und müssen ebenfalls Eingang in die Klassifikation finden
  • der Inhalt der Dokumente (sofern les- und interpretierbar) ist zu analysieren und entsprechend beim Aufbau der Ordnungsstrukturen einzubinden
  • die Berechtigungen sind zu übernehmen
  • bei bestimmten Dokumenten(arten) kann auch ein automatische Formatkonvertierung (Rendition) z.B. von älteren auf neue Formate oder auf Langzeitformate (wie z.B. PDF/A) stattfinden

Derzeit werden diese Schritte primär durch die involvierten Menschen durchgeführt, also manuell und damit (sehr) aufwendig und (oft) fehlerhaft. Zukünftig sollten neue Tools, ähnlich der automatischen Klassifikation von Eingangsdokumenten (auf Papier), für eine möglichst umfassende Automatisierung sorgen. Tools dieser Richtung kommen Schritt für Schritt auf den Markt und werden die derzeit noch schwierige Umstellung/Migration von Dateien hin zu elektronischen Dokumenten sowie von Verzeichnissen hin zu einer umfassenden Klassifikation wesentlich vereinfachen.

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