Standards
Geschrieben am 6.5.2008
Die Langzeit-Archivierung von Informationen ist eine große Herausforderung. Laut einer aktuellen Umfrage der Storage Networking Industry Association (SNIA) hegen mehr als 70 Prozent der Befragten Zweifel, ob ihre Daten auch in 50 Jahren noch lesbar sein werden. Ein neues Standardformat mit der Bezeichnung "Self-Describing Self-Contained Data Format" (SD-SCDF) zum Erhalt und zur langfristigen Aufbewahrung von Daten soll Abhilfe schaffen.
Der neue Standard soll einen logischen Container definieren, der Inhalte und zugehörige Metadaten, wie Referenzdaten, Integritäts- und Echtheitskontrollen, Audit Records und möglicherweise auch Ereignisleser, enthält. Für die Umsetzung wurde eine Arbeitsgruppe gegründet.
"Die langfristige Archivierung von Daten ist einerseits gesetzlich reguliert und andererseits unternehmensintern verbindlich festgelegt, die technischen Möglichkeiten der Umsetzung sind jedoch teuer und komplex. Die Definition und Einführung eines Standards, der dafür sorgt, dass Informationen langfristig erhalten bleiben und lesbar sind, ist folglich absolut notwendig", erklärt Jürgen Arnold, Chairman der SNIA Europe.
Die beiden wichtigsten Herausforderungen der Langzeitaufbewahrung digitaler Informationen sind die physische und logische Migration der Daten. In der Praxis wird durchschnittlich nach drei bis fünf Jahren eine physische Migration notwendig, ein Wechsel der Applikation steht ungefähr alle fünf bis sieben Jahre an. Mithilfe von SD-SCDF sollen sich die Probleme der logischen Migration lösen lassen. Der Standard wird der SNIA zufolge außerdem alle Eigenschaften liefern, die zum Datenerhalt notwendig sind und mit ILM-basierenden Praktiken kompatibel sein.
SD-SCDF soll bei der Entwicklung von Applikationen direkt implementierbar sein oder aber in Verbindung mit der SNIA Storage-to-Application Schnittstelle eXtensible Access Method (XAM). Die Kombination aus XAM zur applikationsunabhängigen Speicherung von Daten und SD-SCDF zur Festlegung der zu speichernden Informationen trägt laut der SNIA zum korrekten und sicheren Erhalt der Informationen und ihrer langfristigen Lesbarkeit bei.
Quelle und gesamter Artikel: COMPUTERWELT.AT
Online-Bookmark und Suche mit:
Geschrieben am 23.4.2008
Die Signature Perfect KG hat gemeinsam mit der Stepover GmbH das Adobe Acrobat / Adobe Reader PlugIn "SigPDF" für fortgeschrittene elektronische Signatur weiterentwickelt und unterstützt nun auch XML Formulare, die mit dem "LiveCycle Designer" von Adobe erstellt wurden.
Wie die Unternehmen mitteilen, können mit der neuen Version des PlugIns sowohl normale PDF Dokumente als auch statische sowie dynamische XML Formulare von beliebigen Personen eigenhändig unterschrieben und digital signiert werden. Eine vorherige Registrierung der Unterzeichner ist nicht notwendig. Mit der eigenhändigen Unterschrift wird ein Signaturprozess ausgelöst, der je nach Konfiguration entweder eine "einfache" oder fortgeschrittene elektronische Signatur gemäß deutschem Signaturgesetz erstellt. Die biometrischen Daten der Unterschrift werden als Identifikationsmerkmal verschlüsselt im PDF Dokument mitgeführt. Alle relevanten Informationen der digitalen Signatur werden gemäß der PDF Spezifikationen im PDF Dokument als Content-Signatur eingebettet. Die Lösung ist geeignet für den Einsatz am Schalter oder mit mobilen Geräten, entweder in Kombination mit dem LCD Unterschriftentablett naturaSign oder mit wintab kompatiblen Grafiktabletts sowie mit pen-enabled Tablet PCs.
Online-Bookmark und Suche mit:
Geschrieben am 2.4.2008
Die Internationale Organisation für Normung (ISO) hat am heutigen Mittwoch bestätigt, was die Spatzen bereits von den Dächern pfiffen: Microsofts umstrittene Spezifikation Office Open XML (OOXML) hat im zweiten Anlauf das Rennen um die symbolisch wichtige Standardisierung in Genf geschafft. Laut einer Mitteilung des Gremiums haben 75 Prozent der qualifizierten ISO-Hauptmitglieder das Dokumentenformat befürwortet. Eine Zweidrittelmehrheit mussten die Redmonder hier hinter sich bringen. Auch die zweite Hürde konnte OOXML dieses Mal überspringen: Mit 16 Prozent stimmten weniger als ein Viertel aller an der Abstimmung beteiligten Länder gegen die ISO-Weihe für die über 6000 Seiten umfassende Spezifikation.
In der ersten Runde des im Namen der European Computer Manufacturers Association (ECMA) gestarteten "Fast Track"-Verfahrens zur beschleunigten OOXML-Standardisierung im September hatte Microsoft noch beide Kriterien knapp verfehlt. Nach einer einwöchigen Einspruchberatung in Genf Ende Februar konnten die Redmondern aber auf mehr internationalen Zuspruch bauen, obwohl die meisten bekannten Problemfelder der Spezifikation damals wegen Zeitmangels gar nicht im Einzelnen auf den Tisch kamen.
Microsoft selbst war angesichts mehrerer Berechnungen von Beobachtern sowie der Veröffentlichung eines inoffiziellen Ergebnisses auf einer Mailingliste bereits am gestrigen 1. April mit einer Jubelmeldung vorgeprescht. Der Konzern vermerkt darin nicht ohne Stolz, dass OOXML nun mit HTML, PDF und dem Open Document Format (ODF) als ISO-Dokumentenformat in einer Reihe stehe.
Ein Großteil der Arbeit steht für Microsoft aber noch aus. So haben 36 Länder und Standardisierungsorganisationen ihrem abschließenden Votum bei der ISO-Endrunde zur OOXML-Standardisierung erneut umfangreiche technische Kommentare hinzugefügt, die von Microsoft noch zu berücksichtigen sind. Der Konzern wird nicht umhinkommen, für die voraussichtliche erste Implementierung des "neuen" OOXML das bisherige Office-Standardspeicherformat gründlich umzubauen.
Quelle und gesamter Artikel: heise online
Online-Bookmark und Suche mit:
Geschrieben am 28.3.2008
Die quelloffene Bürosuite OpenOffice.org (OOo) hat den Versionsstand 2.4 erreicht. Wichtige Neuerungen gegenüber der Vorversion sind die Unterstützung von Exporten im Format PDF/A-1 (ISO 19005-1) für die Langezeitarchivierung von Dokumenten, Erweiterungen im Diagrammmodul und der Hilfe sowie neue Sicherheitsfunktionen (Master-Kennwort, Secure WebDAV). Dazu kommen noch Blockmarkierung in der Textverarbeitung "Writer" und der Wechsel der Eingabesprache innerhalb eines Dokuments mit einem Mausklick in die Statusleiste. Last, but not least kann die Datenbank "Base" unter Windows Dateien von Microsofts Access 2007 einlesen.
Online-Bookmark und Suche mit:
Geschrieben am 19.3.2008
Das für den nationalen Entscheidungsprozess für beantragte ISO-Normen zuständige Arbeitsgremium beim Deutschen Institut für Normung (DIN) hat gestern die Einführung von Microsofts OpenXML (OOXML) als neue Norm ISO/IEC DIS 29500 befürwortet. Das teilt der Linuxverband LIVE heute mit. In dem Ausschuss habe es aber gegenüber der vorigen Abstimmung im August 2007 eine leichte Verschiebung hin zur Ablehnung gegeben.
"Die von den Kritikern vorgetragenen Argumente konnten nicht entkräftet werden", erläutert Elmar Geese, Erster Vorsitzender des Linuxverbandes. Nun werde ein Lenkungsausschuss entscheiden müssen. Zuletzt war der Münchner Oberbürgermeister mit seiner Kritik an Microsofts Office-Format an die Öffentlichkeit gegangen. Tenor: Ein zum OpenDocument Format (ODF) konkurrierendes Format schwäche den Wettbewerb und beeinträchtige die Migration zu Linux in der Münchner Stadtverwaltung. Dort wird bereits das ODF eingesetzt.
Microsoft verfolgt seit einigen Monaten die Strategie, sein eigenes Format OOXML als gleichberechtigt mit dem bereits seit Ende 2006 als ISO-Standard anerkannten ODF anzusehen. Darum unterstützte der Softwarekonzern auch die Aufnahme des ODF in die ANSI-Liste. Ebenfalls seit Dezember 2006 ist OOXML ein Standard der European Computer Manufacturers Association (ECMA). Im September 2007 verpasste jedoch Microsoft die Befürwortung von OOXML als ISO-Standard. Nun haben die nationalen ISO-Gremien nach der Einspruchsberatung Ende Februar bis Ende dieses Monats Zeit, ihr Votum aus der Vorrunde zu überdenken und gegebenenfalls zu korrigieren.
Quelle und gesamter Artikel: heise online
Online-Bookmark und Suche mit:
Geschrieben am 9.3.2008
Mit dem neuen Release 3.9 unterstützt die „ePDF“-Serverfamilie der GroupWare AG den neuen Standard PDF/A nach ISO 19005-1 für die Langzeitarchivierung von PDF-Dateien.
Wie das Unternehmen mitteilt, ist der Server eine beliebig skalierbare Software, um Dateien nahezu beliebiger Formate im vorhandenen Verzeichnissystem, innerhalb und außerhalb vorhandener Datenbanken, nach PDF zu konvertieren. Durch die nahtlose Integration in den Domino- bzw. Exchange-Server können – netzwerkweit und serverbasiert – Dateianhänge ebenso wie OLE-Objekte in Notes-Dokumenten und Exchange-Ordnern sowie im besonderen das proprietäre Lotus Notes Format selbst, automatisiert und strukturiert umgewandelt, verarbeitet, archiviert und veröffentlicht werden. All diese Formate können in PDF oder direkt in PDF/A überführt, validiert, gestempelt, mit einem Wasserzeichen versehen, verschlüsselt, mit Passwörtern geschützt, verkettet, mit einer Texterkennung behandelt, signiert oder komprimiert (ZIP) und schließlich weiterverteilt werden – immer regelbasiert und vollautomatisch.
Online-Bookmark und Suche mit:
Geschrieben am 7.3.2008
Microsoft hat gestern eine "Document Interoperability Initiative" angekündigt. Gemeinsam mit verschiedenen Anbietern, darunter Novell, soll die Interoperabilität von Implementierungen verschiedener offener Dokumentformate verbessert werden.
Gleichzeitig hat Microsoft ein verbessertes Tool zur Übersetzung zwischen ODF und Open XML für Excel und PowerPoint vorgestellt. Die Ankündigungen erfolgen während dem laufenden zweiten Abstimmungsgang über Open XML als ISO-Standard. In Cambridge soll speziell die Interoperabilität von Implementierungen von Open XML und ODF auf verschiedenen Plattformen, darunter Linux, Mac OS X und verschiedene mobile Betriebssysteme, getestet werden. Dies soll helfen, die Implementierungen oder Übersetzungstools zu verbessern. "Die Nutzung offener Dokumentenstandards wie OpenXML und ODF wird die Art verbessern, wie Organisationen quer über verschiedene Platttformen arbeiten", erklärt dazu XML-Content-Server-Anbieter und Initiativen-Partner Mark Logic. Mit der Ankündigung der Initiative hat Microsoft auch verbesserte Übersetzungstools zwischen dem Microsoft-Format Open XML und dem von OpenOffice genutzten ODF für die Anwendungen Excel und Powerpoint vorgestellt.
Der Start der Initiative kommt im Kampf um die Anerkennung von Open XML als ISO-Standard, dessen Entwurf als DIS 29500 vorliegt. Nach dem Scheitern des ersten Anlaufs im September 2007 wurde dieser zeitweise sehr scharf geführt, so gab es Ende Januar harte Aussagen von IBM. "Es ist der Sinn eines ISO Ballot Resolution Meeting (BRM), eine eingereichte Spezifikation gemäß der eingegebenen und bearbeiteten Kommentare zu verbessern", meinte dazu Microsoft-Sprecher Thomas Lutz gegenüber pressetext.
Genau das habe beim BRM Ende Februar in Genf nicht ausreichend funktioniert, wurde etwa vom Leiter der US-Delegation Frank Farance kritisiert. Nur 20 Prozent der Kommentare seien vor der Abstimmung wirklich diskutiert worden. Auch aus Malaysia kommt ähnliche Kritik. "Das BRM war sehr konstruktiv", ist dagegen Lutz überzeugt. Die dänische Delegation etwa sieht ihre Bemühungen, den Standard zu verbessern, als vollen Erfolg. Die Meinung zu in Genf nicht diskutierten Kommentaren werde sie schriftlich einreichen. Ein großer Erfolg für Microsoft ist jedenfalls der Sinneswandel von Patrick Durusau, Herausgeber von ODF. "Ich empfehle die Zustimmung zu DIS 29500 als ISO-Standard", sagt der bisherige Gegner. Grund dafür sei ein geändertes Verhalten Microsofts. Über Open XML abstimmen müssen die Länder nun bis zum 29. März. Bisherige Statements deuten darauf hin, dass viele sich bis zum Ende der Frist Zeit lassen werden.
Quelle und gesamter Artikel: COMPUTERWOCHE.de
Online-Bookmark und Suche mit:
Geschrieben am 6.3.2008
Diesmal möchte ich auf einen interessanten Artikel zum Thema PDF/A hinweisen. Natürlich etwas positiv eingefärbt, da der Author Geschäftsführer eines Softwareanbieters rund um PDF/A ist. Aber als Übersicht und Einblick sehr gut...
"Sollte man denn so viel "Wind" um den PDF/A Standard und das PDF/A Competence Center machen. Schließlich ist PDF/A ja nur ein minimaler Teil eines ECM-Systems", so eine Meinung zum Thema PDF/A Standard. Thomas Zellmann fällt dabei immer eine circa 200-seitige Ausschreibung einer nicht ganz kleinen deutschen Behörde ein, in der das Thema Archivformate nur eine halbe Seite beanspruchte. Er vergleicht ein ECM-System ganz gerne mit einem Haus, und da bilden Dokumentformate das Fundament, auf dem das gesamte ECM-Haus stehen muss. Deshalb ist es auch so wichtig, hier eine fundierte Entscheidung zu treffen. Und aus Sicht des PDF/A Competence Center kann eine solche nur positiv für PDF/A ausfallen, weshalb auch entsprechender "Wind" gemacht werden muss.
Denn mit PDF/A als ISO-Standard für die Langzeitarchivierung haben Unternehmen und Verwaltungen die Sicherheit, dass ihre Dokumente langfristig lesbar erhalten bleiben. Sie entsprechen somit gesetzlichen Anforderungen und haben gleichzeitig die Sicherheit, dass digital abgelegte Informationen über Jahrzehnte hinweg verfügbar bleiben. Nehmen wir mal die Banken und Versicherungen, die als Vorreiter bei der Nutzung von elektronischen Dokumentensystemen gelten. Sie verwalten und archivieren ihre gescannten Briefe, ausgefüllte Formulare, Bilder von Schäden und Verträge digital. Dementsprechend besteht eine digitale Kundenakte aus zahlreichen Dateien mit unterschiedlichen Formaten.
Man kann quasi von einem Format-Zoo sprechen. Die Konsequenz: Sachbearbeiter, die eine Kundenakte mit Fotos, E-Mails, Formularen und Anschreiben durchsehen wollen, müssen umständlich zwischen verschiedenen Viewern hin- und herschalten. Zusätzlich stellt sich hier die Frage, wie lange beispielsweise ein Word-Dokument oder eine Excel-Kalkulation noch lesbar ist. Wenn man bedenkt, dass die Aufbewahrungspflicht für eine Kredit- oder Versicherungsakte mindestens fünfzig oder mehr Jahre beträgt, wobei das Papier in der Regel vernichtet wird und somit nur noch eine digitale Kopie existiert, dann muss die zukünftige Lesbarkeit sichergestellt sein.
Woher kommt PDF/A und was sind seine speziellen Eigenschaften?
Beschäftigen wir uns zunächst mit der Frage, woher PDF/A eigentlich kommt. PDF ist in der Geschäftswelt ein äußerst beliebtes Datenformat. Um zu verhindern, dass Unternehmen für die Langzeitarchivierung eigene Unterdialekte von PDF erzeugen, war ein Standard notwendig. Dieser sollte sicherstellen, dass PDF-Dokumente langfristig lesbar erhalten bleiben. Mit anderen Worten: Es bestand Bedarf nach einem "guten PDF-Format":
Die Initiative für ein solches "gutes PDF-Format" kam von dem internationalen Anwenderverband AIIM (Enterprise Content Management Association) und der NPES (National Printing Equipment Association, die sich inzwischen als Association for Suppliers of Printing, Publishing, and Converting Technologies beschreibt). Sie haben bereits im Oktober 2002 eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen. Diese Arbeitsgruppe setzte sich aus Vertretern der Forschung, der öffentlichen Hand und der Wirtschaft zusammen. Dazu zählen Adobe, Appligent, EMC, Global Graphics, die Harvard Universität, IBM, das nationale Staatsarchiv der USA NARA, die Library of Congress, Merck & Co., das Patent- und Markenamt der USA, PDF Sages und US-Gerichte. Einige der Spezialisten waren bereits bei der ersten PDF-Standardisierung, dem PDF/X-Format beteiligt. Dieses dient zum Austausch von Druck- und Anzeigendaten in der Verlagsindustrie. Aus dieser Arbeitsgruppe entstand sehr bald das PDF/A-Normungskomitee in der ISO (ISO TC 171). Hierdurch kamen Vertreter nationaler Normungsinstitute in der Folge zum PDF/A-Normungsgremium dazu.
Die Standardisierung erfolgte auf Basis fundamentaler Ansprüche an ein Dateiformat für die Langzeitarchivierung. Daraus resultierten die speziellen Eigenschaften, über die das Format heute verfügt.
Dazu zählen:
- Geräte-, Software- und Versionsunabhängigkeit, so dass die Inhalte immer gleich dargestellt werden.
- "Self Contained", beinhaltet alle Komponenten, die zur Darstellung nötig sind, in der Datei.
- "Self Documented", die Dateien beschreiben sich inhaltlich und dokumentieren sich selbst über wiederum standardisierte Metadaten.
- Transparenz, eine PDF/A-kompatible Datei ist mit einfachen Mitteln analysierbar.
Im Herbst 2005 verabschiedete die International Organization of Standardization (ISO) PDF/A (A steht sinnigerweise für Archive) als Standard "ISO 19005-1" für die Langzeitarchivierung. Dieser ist auf 36 Seiten mit sehr viel Technik beschrieben und kann über www.iso.org gekauft werden. Der PDF/A-Standard basiert übrigens auf der PDF Version 1.4, die Adobe im Zuge des Prozesses auch offengelegt hat. Er verbietet u.a. die Verwendung von externen Inhalten, Skripts oder Verschlüsselungen. Durch die formale Anerkennung der ISO wurde PDF vom De-facto-Standard, also aufgrund seiner häufigen Verwendung und Akzeptanz zu einem De-jure-Standard erhoben.
Der PDF/A ISO Standard ist in die Level PDF/A-1a und 1b unterteilt. PDF/A-1b (Level B Conformance) beschreibt die Mindestanforderungen zur Übereinstimmung mit PDF/A. Es bildet die Basis, die von den meisten PDF/A-Produkten unterstützt wird.
PDF/A-1b stellt sicher, dass der Text (wie auch der übrige Seiteninhalt) korrekt angezeigt werden kann, garantiert aber nicht, dass der enthaltene Text auch lesbar und verständlich ist. Damit ist die Übereinstimmung mit dem Abschnitt 508 des "US Rehabilitation Act" nicht gewährleistet.
PDF/A-1a ergänzt im Wesentlichen zwei Funktionen, nämlich die Unicode-Unterstützung und sogenanntes Tagged PDF. Tagged PDF unterstützt insbesondere die Barrierefreiheit. Es beschreibt die semantische oder logische Struktur eines PDF und stellt damit sicher, dass die natürliche Leseordnung des enthaltenen Texts erhalten bleibt.
Die Textextraktion ist vor allem dann wichtig, wenn die Dokumente beispielsweise auf mobilen Geräten (wie beispielsweise einem PDA) oder auf Geräten gemäß dem oben genannten Abschnitt 508 dargestellt werden sollen. In solchen Fällen muss der Text auf dem eingeschränkten Bildschirm neu angeordnet werden können (re-flow).
Die Praxis hat gezeigt, dass 1b für die meisten Anwendungen ausreichend ist. Im Scan- oder im Output-Bereich ist 1a nur mit sehr hohem manuellem Aufwand zu erreichen.
Quelle und gesamter Artikel: documanager.de
Online-Bookmark und Suche mit:
Geschrieben am 26.2.2008
Die Business Process Modelling Notation, kurz BPMN, ist eine intuitiv verständliche Notation zur grafischen Modellierung von Geschäftsprozessen. BPMN basiert auf Best-Practices und bewährten Design-Patterns. Sie soll als Standard die Kommunikation zwischen Berater, Analyst, Prozessdesigner, Entwickler und Prozessteilnehmer vereinfachen und außerdem dabei helfen, die zu frühe Festlegung auf proprietäre Prozessdefinitionssprachen, spezifische Prozessdesign-Tools oder bestimmte Workflow-Management-Systeme zu vermeiden (Locked-in Problematik).
Im Gegensatz zu herkömmlichen Modellierungsnotationen unterstützt BPMN zusätzlich die oft vernachlässigte service- und prozessorientierte Kommunikation zwischen Organisationen. Dies spiegelt sich in spezifischen Modellierungskomponenten, sowie in der Anbindung an die Web Service Business Process Execution Language (WS-BPEL) wider. Die steigende Beliebtheit lässt sich auch aus der Liste von BPMN-Unterstützern ablesen, wie zum Beispiel IDS Scheer, Microsoft, BOC, IBM, oder Fujitsu und viele mehr.
Die ADV Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung veranstaltet zu diesem aktuellen Themenbereich am 11. März 2008 einen halbtägigen Praxisworkshop.
Sie sollten teilnehmen, wenn...
- Sie wissen wollen, ob BPMN für Ihre Organisation oder geplante Projektierung geeignet ist,
- Sie die Grundlagen der Geschäftsprozessmodellierung kennenlernen wollen,
- Sie Details rund um die BPMN erfahren wollen,
- Sie Ihre organisatorischen Prozesse auf einfache Weise dokumentieren und mit Kollegen diskutieren möchten,
- Sie alternative Methoden zur Modellierung von Geschäftsprozessen suchen,
- Sie Ihre Prozesse mit denen anderer Organisationen koppeln wollen,
- Sie sich im Dschungel der BPM- und SOA-Akronyme orientieren wollen,
- Sie Werkzeuge und Tools zur Modellierung suchen,
- Sie konkrete Informationen aus der Praxis benötigen,
- oder einfach, weil Sie eine neue, innovative BPM-Methode kennenlernen
wollen.
Der Referent
Dipl.Ing. Dr. Horst G. Pichler ist Assistenzprofessor am Institut für Informatik-Systeme der Alpen-Adria Universität Klagenfurt sowie assoziierter Senior Consultant bei Pitschek&Partner. Sein Beratungs- und Lehr-Portfolio umfasst unter anderem Workflow Systeme, ERP Systeme, Web-Technologien und er referiert auf internationalen Fachtagungen über die genannten Themen.
Die detaillierte Einladung finden Sie im Internet: http://www.adv.at/veranstaltungen/programme/BusinessProcessModellingNota...
Die Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) ist ein gemeinnütziger Verein und bildet eine unabhängige Plattform für österreichische IT-Anbieter und -User. Sie zählt ca. 750 juristische und private Mitglieder. Aufgabe der ADV ist es, als Wissensvermittler auf dem IT-Sektor zu fungieren. Dementsprechend organisiert die ADV rund 70 Veranstaltungen jährlich, welche den Mitgliedern kostenlos bzw. fast zum Selbstkostenpreis geboten werden.
Online-Bookmark und Suche mit:
Geschrieben am 7.2.2008
Die elektronische Rechnung wird von Unternehmen kaum genutzt. Viele Betriebe kennen sich mit der E-Rechnung nicht aus.
Der Einsatz elektronischer Rechnungen fristet in Österreich noch immer ein Schattendasein. Die Mehrheit der Betriebe [52,4 Prozent] erhält maximal zehn Prozent der Fakturierungen auf diesem Weg, geht aus einer Umfrage der Wirtschaftskammer Österreich [WKÖ] unter 500 Unternehmen hervor. 62 Prozent der österreichischen Unternehmen haben aber zumindest schon einmal eine E-Rechnung erhalten.
Nur 4,5 Prozent der Unternehmen erhalten mehr als drei Viertel ihrer Rechnungen elektronisch, bei nur 5,5 Prozent sind es mehr als die Hälfte bis drei Viertel aller Rechnungen. Am häufigsten trudeln E-Rechnungen in Kleinstbetrieben mit bis zu vier Mitarbeitern ein: Dort haben 69,9 Prozent schon einmal eine E-Rechnung bekommen. Am seltensten ist das bei Betrieben mit 50 bis 249 Mitarbeitern der Fall [50 Prozent].
Gesetzliche Regeln nicht bekannt
Geradezu besorgniserregend ist laut Kammer ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Das Gros der Betriebe kennt die für die E-Rechnung geltenden gesetzlichen Regeln nicht. "Es besteht noch sehr großer Aufklärungsbedarf in Sachen E-Rechnung", sagte Hochhauser. Vor allem die rechtlichen Bestimmungen für den Vorsteuerabzug seien vielen Unternehmen noch immer nicht klar.
Konkret wusste nur ein knappes Drittel der Betriebe [32,9 Prozent], dass die E-Rechnung mit einer elektronischen Signatur versehen sein muss, um den Vorsteuerabzug geltend machen zu können.
Quelle und gesamter Artikel: futureZone.ORF.at
Online-Bookmark und Suche mit:
| Sie können die Beiträge des Weblogs als RSS-Newsfeed beziehen. Drücken Sie einfach auf das nebenstehende Symbol oder kopieren Sie die dahinterliegende Adresse (URL) in Ihren RSS-Newsreader. |


 |
|
|