Kofax, ein Anbieter von Intelligent Capture & Exchange-Lösungen, stellte heute eine neue Version seiner VirtualReScan (VRS) Software vor. VRS Professional 4.2 bietet innovative Funktionen zur Steigerung der Bildqualität und zur Vereinfachung des Scanvorgangs, die Unternehmen bei der Reduktion der Kosten und der Steigerung der Effizienz von Digital Imaging-Prozessen unterstützen.Das Desktop Productivity-Feature von VRS 4.2 Professional ermöglicht das direkte Scannen, Korrigieren, Sichern und Weiterleiten von Dokumenten mittels gängiger E-Mail-Programme und macht damit den zeitaufwändigen Wechsel zu separaten Scananwendungen überflüssig. Mit seiner "Fast Scan"-Funktion vereint VRS 4.2 Professional Scannen, Bildoptimierung, Dateinamensvergabe sowie das Erstellen von Mail-Attachments in einem Schritt und konvertiert dabei die Images in kleine, hochwertige PDF-Dateien, die zur sofortigen Weiterleitung bereitstehen.VRS verbessert die Genauigkeit der aus den gescannten Dokumenten durch intelligente (ICR) und optische Zeichenerkennung (OCR) gewonnenen Informationen und reduziert die Notwendigkeit manueller Korrekturen. Unmittelbar während des Scanvorgangs führt VRS eine Echtzeit-Analyse jedes Images durch und erkennt und korrigiert umgehend jegliche Inkonsistenzen, welche die ICR- und OCR-Erfassung beeinträchtigen könnten.VRS 4.2 Professional verfügt weiterhin über eine nochmals verbesserte, erstmals in der Version 4.1 vorgestellte Advanced Clarity-Funktion, welche interpretierbare Bilddateien aus Dokumenten generieren kann, die bislang als nicht scantauglich klassifiziert wurden. Advanced Clarity verwandelt selbst Vorlagen wie Schemata, Schecks und andere Dokumente mit unruhigen, strukturierten Hintergründen in klare Images und sorgt so für schnellere, präzisere Verarbeitungsprozesse."Eine Vielzahl von Unternehmen verlässt sich im täglichen Business auf aus gescannten Dokumenten gewonnene Daten, insofern haben qualitativ hochwertige, genaue Images höchste Priorität bei unseren Kunden", sagte Sameer Samat, Executive Vice President of Products bei Kofax. "Mit der Einführung von VRS 4.2 Professional heben wir die Scanproduktivität auf ein neues Niveau: Mit der neuen Version können die Kunden scannen, die Bildqualität verbessern und die Bilder weiterleiten, ohne auch nur ihr E-Mail-Programm zu verlassen. So wird sowohl die Arbeitsleistung als auch die Kosteneffektivität von Geschäftsprozessen gesteigert."VRS 4.2 Professional verfügt weiterhin über eine Auto-Orientation-Funktion, durch welche die User die Seiten vor dem Scanvorgang nicht mehr manuell ausrichten müssen. Dies ist besonders bei hochvolumigen Scans hilfreich, da so ein zeitintensives Pre-Scanning vermieden wird. "In vielen Unternehmen werden täglich tausende oder gar Millionen Dokumente gescannt. Hier summieren sich die Zeiteinsparungen, die durch VRS 4.2 Professional erreicht werden, zu enormen Produktivitätssteigerungen", führt Samat fort.Seit der Einführung im Jahr 1998 wurde die VRS-Technologie zum de facto Standard für Scanproduktivität, hunderttausende Installationen sind weltweit im Einsatz. Jeder wichtige Hersteller von Produktionsscannern bietet VRS-zertifizierte Modelle an, darunter Böwe Bell + Howell, Canon, Epson, Fujitsu, Hewlett-Packard, Kodak, Panasonic, Ricoh, Visioneer und Xerox. Einige bieten VRS im Bundle mit den eigenen Produkten an, um so ihren Kunden eine optimale Performance offerieren zu können. Weitere Verbesserungen innerhalb VRS 4.2 Professional sind die erhöhte TWAIN Kompatibilität, die 64-Bit Unterstützung von Windows Vista und die Erweiterung der Liste unterstützter Imagearchive- und Komprimierungs-Formate.VRS 4.2 Professional ist ab sofort erhältlich. Weitere Informationen zu VRS erhalten Sie unter: www.kofax.com/vrs.
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Kofax veröffentlicht neue Version seiner mehrfach ausgezeichneten VirtualReScan (VRS) Software
Geschrieben am 25.4.2008Rechnungseingangsbearbeitung: Die Schweizer Migros ist überzeugt von Invoice CENTER für SAP
Geschrieben am 23.4.2008Als eines der größten Schweizer Handelsunternehmen vertraut auch die Migros-Genossenschaft-Bund MGB bei der automatisierten Rechnungsbearbeitung auf Invoice CENTER für SAP von Captaris Document Technologies. Das System verarbeitet in einem ersten Schritt rund 150.000 Rechnungen in drei Industriebetrieben pro Jahr und wird weiter ausgebaut. Captaris Document Technologies hieß bis Januar 2008 Océ Document Technologies und ist eine 100%ige Tochter der US-Firma Captaris Inc.
Gestartet wird mit drei Industriebetrieben der Migros: Bischofszell Nahrungsmittel AG, Micarna SA und Chocolat Frey. Das hier anfallende Rechnungsaufkommen zu bearbeiten, bedeutet rund 700 Rechnungen täglich zu prüfen, zu analysieren und zu buchen. Alle bei den Unternehmen der Migros eingehenden Rechnungen werden dabei dezentral pro Standort gescannt und revisionssicher im angeschlossenen Archiv gespeichert. Die archivierten Dokumente sind mit der Buchung verknüpft, jederzeit reproduzierbar und können bei Bedarf ausgedruckt, gefaxt oder per E-Mail verschickt werden. Ein Verlust von Dokumenten ist damit ausgeschlossen. Die Datenextraktion und -analyse übernimmt die in Invoice CENTER integrierte Dokumentenanalyse-Software DOKuStar. Komplettiert wird die Gesamtlösung vom bewährten Genehmigungsworkflow „Invoice Cycle“, mit dem Kontierungen und Genehmigungen für Rechnungen auf der Basis der E-Mail- und Webinfrastruktur von Migros durchgeführt werden können. Eingeführt wird das System mit der umfassenden Standardfunktionalität von Invoice CENTER für SAP, welche die Projektverantwortlichen der Migros überzeugt hat. Nach der Einführung der ersten drei Industriebetriebe wird Invoice CENTER für SAP auf die weiteren Betriebe der Migros ausgerollt.
Durch Invoice CENTER für SAP reduziert sich nicht nur die eigentliche Erfassungs- und Durchlaufzeit einer Rechnung, sondern auch die Einarbeitungszeit für die Administratoren und Rechnungsprüfer, denn es muss kein zusätzliches IT-System installiert werden und der Sachbearbeiter bleibt während des gesamten Prozesses in seiner gewohnten SAP-Umgebung.
Invoice CENTER ist branchenneutral und international einzusetzen. So arbeiten neben Migros bereits mehrere Schweizer Unternehmen mit Invoice CENTER von Captaris Document Technologies, z. B.: SBB, Lindt & Sprüngli, Die Post, SFS Holding, Swisscom, CKW, Raiffeisen usw.
2D-Barcode, der mobile Link ins Internet
Geschrieben am 20.2.2008Als Briefmarkenersatz dürfte sie jeder schon gesehen haben: 2D-Barcodes, die deutlich mehr Informationen transportieren können als ihre eindimensionalen Pendants, die herkömmlichen Strichcodes. Insbesondere im Logistikbereich und in der Werbung können auf diese Weise Zusatzinformationen, Direktdownloads oder Webseiten mit den wichtigsten Unternehmensdaten direkt an den Kunden weitergeleitet werden.
Zum Auslesen der Daten benötigt man einen Barcode-Reader auf einem Foto-Handy. Wird der 2D-Barcode fotografiert, bekommt man direkt die entschlüsselte Information angezeigt. Handelt es sich dabei um eine URL, kann man die Seite über eine mobile Internetverbindung laden.
Sowohl bei den Barcodes als auch bei den Lesegeräten gibt es derzeit viele konkurrierende Lösungen am Markt. Der bekannteste 2D-Barcode in Deutschland ist der Aztec-Code, den zum Beispiel die Deutsche Bahn für ihre Onlinetickets nutzt. Ähnlich geartet ist der QR-Code, der in Asien am weitesten verbreitet und in Deutschland stark im Kommen ist, besonders hinsichtlich der Zahl der unterstützenden Reader und erster öffentlichkeitswirksamer Einsätze. Aber auch proprietäre Lösungen wie der BeeTagg bieten interessante Ansätze und in einigen Aspekten Vorteile. Nicht zu vergessen: Die Open-Source-Lösung Zxing, hinter der mit der Open Handset Alliance eine Gruppe von mehr als 30 namhaften TK-Unternehmen steckt und bei der nicht zuletzt auch das Schwergewicht Google mitmischt.
"Um den 2D-Barcodes zum vielerorts prognostizierten Durchbruch zu verhelfen, sind noch einige Hindernisse aus dem Weg zu räumen", schreibt iX dazu in seiner aktuellen Ausgabe. Neben "Kleinbaustellen" wie der Optimierung der Reader in Funktionsweise, Erkennungsgenauigkeit und Performance, der Einigung im Markt auf einen Code-Standard und der Vorinstallation von Barcode-Readern auf mobilen Endgeräten sei es entscheidend, dass jeder Einzelne den Umgang mit 2D-Barcodes verstehe und den Mehrwert einer solchen "Erweiterung der Realität" sinnvoll für sich zu nutzen wisse.
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"Smart Desktop" räumt den Schreibtisch auf
Geschrieben am 13.1.2008Die Informationsmengen, die sich auf dem Rechner nahezu jedes Büroanwenders stapeln, stellen für viele Nutzer inzwischen ein echtes Organisationsproblem dar. Eine neue Software namens "Smart Desktop" vom US-Anbieter Pi Corporation soll künftig helfen, diese Daten automatisch genau passend zu sortieren. Sie setzt dabei auf Algorithmen der Künstlichen Intelligenz (KI), die im Rahmen der "CALO"-Initiative der US-Militärforschungsbehörde DARPA entstanden, berichtet das Technologiemagazin Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Bei "CALO" werden im großen Stil Ansätze erdacht, die die Arbeit des modernen Büroanwenders mit KI-Hilfe erleichtern sollen – von der Informationsorganisation bis hin zur Kommunikationshilfe in Meetings.
"Das moderne Leben ist komplex – dementsprechend muss es jeder von uns, egal wie seine Berufsbezeichnung auch lauten mag, auf beherrschbare Teile herunterbrechen", sagt Jon Herlocker, Technologiechef des "Smart Desktop"-Teams. Dazu sortiert die Software aufgefundene Inhalte nach Projekten und versieht Office-Dokumente und eingehende Outlook-E-Mails automatisch mit Markierungen (Tags), nach denen leicht gesucht werden kann. Neben der Unterstützung populärer Microsoft-Anwendungen werden auch Programme wie Adobe Acrobat und die Webwerkzeuge Google Docs sowie Zoho Sheets eingebunden. "Man könnte Smart Desktop auch als automatische Tagging-Lösung beschreiben", sagt Pi Corporation-Manager John Forbes.
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TRIGA GmbH entwickelt Software zur Verwaltung von Oracle-Thesauri weiter
Geschrieben am 1.12.2007Zu den Standardfunktionen moderner Datenbanken gehören Volltextsuchen. Um diese umfassend nutzen zu können, entwickelte die TRIGA GmbH im letzten Jahr für das Datenbanksystem von Oracle ein Werkzeug, das dass effiziente Administrieren umfangreicher Thesauri ermöglicht.
Dieser Thesaurus-Manager für Oracle, kurz TheMa, ist das einzige webbasierte Administrationswerkzeug zum Verwalten von Oracle-Text-Thesauri. Seit November 2007 ist nunmehr die Version 1.4 freigegeben, die neue Funktionen, wie kundenspezifische Beschriftungen und die Verwaltung eigener Fachsprachen, bietet.
TheMa zeichnet sich durch eine übersichtliche und leistungsfähige Administrationsoberfläche aus. So kann auch mit großen Thesauri (> 100.000 Begriffe) und Sonderzeichen (z.B. UTF-8) gearbeitet werden. Gerade mittlere bis große Firmen aus den Bereichen Medizin, Pharmazie und Chemie, aber auch Verlage, Bibliotheken und Archive, die auf eine saubere Verschlagwortung angewiesen sind, profitieren von den neuen Möglichkeiten des Thesaurus-Managers. Durch eine HTML-Oberfläche, die an den Windows-Explorer angelehnt ist, können Anwender leicht durch das Wortnetz des Thesaurus navigieren und die Begriffe und ihre Beziehungen untereinander verwalten.
TheMa basiert auf der aktuellen Java EE Mehrschicht-Architektur und wird in drei Versionen angeboten. Die Standard Edition unterstützt sämtliche Oracle Thesaurus Funktionen. Die Professional Edition bietet darüber hinaus noch weitere Informationsfelder und Funktionen, die die Verwaltung deutlich erleichtern. Die Custom Edition ist eine auf individuelle Kundenwünsche angepasste Version. TheMa kann im Rahmen von Unternehmens- und Einzelplatz-Lizenzen genutzt werden.
Quelle und gesamter Artikel: documanager.de
Unruhe im DMS-Markt: I.R.I.S. Group kauft Docutec AG
Geschrieben am 1.12.2007Für insgesamt drei Millionen Euro, davon 1,7 Millionen Euro in bar, übernimmt die belgische I.R.I.S. Group das deutsche Softwarehaus Docutec AG aus Aachen. Günter Hensges, Chief Eexcutive Officer von Docutec, erklärte anlässlich der bereits abgeschlossenen Übernahme, das diese ein Vorgriff auf eine mittelfristig zu erwartende Konsolidierung des Marktes für Posteingangslösungen sei, den sich wenige große Anbieter teilen werden. Es sei daher wichtig gewesen, mit einem Partner zusammenzugehen. I.R.I.S. ist auf OCR-Software zur Texterfassung und Scanner spezialisiert. Das Unternehmen mit seinen 400 Mitarbeitern betreut nach eigenen Angaben über 900 Großkunden. Im vergangenen Jahr erwirtschaftetet I.R.I.S 86 Millionen Euro an fünf Standorten.
Die heutige Docutec entstand 1997 im Rahmen eines Management-Buyouts und entwickelt Lösungen für die digitale Postverwaltung, insbesondere für die Rechnungseingangsverarbeitung. Kernprodukt ist die Erkennungssoftware "Docutec Xtract for Documents ". Das Aachener Softwarehaus hat 30 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2006 einen Umsatz von 3,7 Millionen Euro. Zu den Kunden zählen hierzulande die Bäckereikette Kamps, Douglas, der Hersteller von Foto- und Spezialpapier Felix Schoeller sowie Festo und Hagebau. Die Kerntechnologien von I.R.I.S und Docutec ergänzen sich laut Angaben beider Unternehmen.
Quelle und gesamter Artikel: COMPUTERWOCHE.de
Baustelle - E-Mail-Management
Geschrieben am 5.11.2007Ganz gut zu einem meiner letzten Kommentare passt auch das Thema E-Mail-Management.
Wenn wir glauben, dass das digitale Chaos nur auf den Fileservern existiert, verwehren wir uns wohl der Tatsache, dass die E-Mail-Ablagen noch wesentlich "unaufgeräumter" und "unordentlicher" sind.
Der Umgang mit E-Mails ist letztendlich eine evolutionäre Entwicklung. Von wenig zu sehr schnell viel, ohne Zeit zu lernen und ohne Richtlinien von aussen. Erst vor kurzem (siehe EU Richtlinie 8) begann der Druck größer zu werden, auch E-Mails ordentlich im Sinne unternehmensrelevanter Dokumente zu verwalten und abzulegen. Daher die Fragen: Sind E-Mails eigentlich Dokumente? Und wann sind E-Mails unternehmensrelevante Dokumente?
Der Fachbereich E-Mail-Archivierung deckt unter Berücksichtung dieser Aspekte nur einen recht kleinen Teil ab. Viel besser trifft es da der Begriff "E-Mail-Management". Ja, das Management von E-Mails wird uns wohl noch einige Zeit beschäftigen. Einerseits werden neue Tools/Anwendungen hierzu entwickelt. Dies geht nun Zug um Zug. Beinahe jeder namhafte Anbieter im ECM-Umfeld hat bereits erste Lösungen oder bereitet solche vor. Andererseits benötigen Unternehmen neben den traditionellen E-Mail-Policies auch neue Document-Policies, welche den Umgang mit elektronischen Dokumenten im Allgemeinen im Unternehmen regeln sollten.
Und wie (fast) immer beim Verwalten, Zuordnen, Ordnen, Finden,... ist eine Disziplin im Vordergrund: die Klassifikation aufgrund festgelegter Taxonomien.
In den nächsten Wochen werde ich daher einen kleinen Schwerpunkt auf das Thema "Klassifikation" von elektronischen Dokumenten setzen. Und damit auch der (Ein-)Ordnung von E-Mails...
Klassifikation von E-Mails - Wenn aus E-Mails Dokumente werden
Geschrieben am 29.10.2007Dass E-Mails eigentlich Dokumente sind, spricht sich schon langsam rum. Speziell wenn es sich um geschäftsrelevante Dokumente handelt, welche im Sinne von zivilrechtlichen, prüfungsspezifischen oder steuerrechtlichen Themenstellungen entsprechend aufbewahrt werden müssen. Dabei gibt es nur ein kleines, aber wesentliches, Problem. Wann sind E-Mails geschäftsrelevant?
Dazu sollte man sich folgende Fragen stellen:
- Wie erkennt man eine geschäftsrelevante E-Mail?
- Wer legt fest, was geschäftsrelevant ist?
- Was geschieht mit den anderen, nicht geschäftsrelevanten E-Mails?
- Warum gibt es in einem Unternehmen überhaupt nicht geschäftsrelevante E-Mails?
- Was muss mit den geschäftsrelevanten E-Mails geschehen (im Sinne einer rechtssicheren Aufbewahrung)?
Verschärft werden diese Fragestellungen in nächster Zeit noch durch das Inkrafttreten der EU Richtlinie-8, welche eine gelenkte und sichere Dokumentation aller Compliance-relevanten Dokumente und somit auch von E-Mails fordert.
Man müsste E-Mails also entsprechend klassifizieren, um sie den zumeist bereits definierten Dokumententypen zuzuordnen und eine Geschäftsrelevanz damit ableitbar zu machen. Doch wie erfolgt eine sichere Zuordnung zu E-Mails? Hier ein paar Ideen und Anmerkungen:
- Es ist sicherzustellen, dass nur geschäftsrelevante E-Mails in den "Geschäftskreislauf von Dokumenten" aufgenommen werden.
- Eine private Nutzung der betrieblichen E-Mail-Infrastruktur ist eigentlich zu untersagen!
- Die Klassifikation erfolgt aufgrund vorgegebener (organisatorischer) Regelwerke und Dokumentationen.
- Die Klassifikation erfolgt durch den jeweiligen Verantwortlichen oder durch involvierte, berechtigte Personen im Unternehmen.
- Die Klassifikation von E-Mails unterscheidet sich nicht von der Klassifikation von z.B. eingehenden Papierdokumenten.
- Die althergebrachten Erfassungsszenarien (frühe, gleichzeitige, späte Erfassung) haben auch hier ihre Berechtigung und Gültigkeit.
Um nun die Klassifikation und damit die Zuordnung von E-Mails zu Dokumententypen (Klassen, Arten) optimal umzusetzen, bedarf es einer maschinellen Unterstützung, sprich einer automatischen Klassifikation durch eine Software-Lösung. Das Produktangebot im Bereich der Klassifikation hat sich jedoch bisher eher auf die Klassifikation von Papierdokumenten im Rahmen des Scann-Vorganges beschränkt. Erst Schritt für Schritt tauchen auch Lösungen zur automatischen Klassifikation von E-Mails auf. Ziel hier wie da ist eine möglich hohe Automatisierung und damit ein geringer Aufwand bei der Klassifikation bzw. dem Capture-Vorgang.
Um jedoch die Erwartungen nicht gleich massiv hochzuschrauben. Auch die Klassifikation von E-Mails kann keine 100%-ige Genauigkeit bzw. Zuordnungssicherheit erreichen. Es ist noch immer notwendig, dass ein Mensch einen Review samt eventuell notwendigen Korrekturen durchführt. Eine Erkennungsgenauigkeit von bis ca. 80% (je nach Dokumententypen und Struktur der eingehenden E-Mails sowie deren Attachments) ist jedoch zu erreichen.
Also, wenn Sie nun vor einer Projektierung eines Projektes stehen, in welcher Sie E-Mails in einen Geschäftsprozess einbinden müssen, sollten Sie sich mit der automatischen Klassifikation von E-Mails auseinander setzen. Fragen Sie Ihren Anbieter, ob er solche Lösungen bereits im Produktportfolio anzubieten hat. Falls nein, hilft im Normalfalle noch immer ein Drag&Drop der E-Mail in den Desktop des (hoffentlich) bereits vorhandenen Dokumenten- oder Records-Managements-Systems ;-)
Nachlese - Praxis-Workshops - Klassifikation und Posteingangsverarbeitung
Geschrieben am 17.10.2007Heute, also am 17.10.2007, fanden zwei Praxis-Workshops in Wien statt. Beide wurden von mir als Referent geleitet. Vormittag ging es um die "Klassifikation im Dokumenten-Management", Nachmittags um den "digitalen Posteingang". Die Wahl beide Veranstaltungen auf einen Tag zu legen, wurde aufgrund der fachlichen Nähe der beiden Schwerpunkte auch von den Teilnehmern als sinnvoll goutiert. Schließlich ist die Klassifikation einer der Erfolgsfaktoren einer erfolgreichen Posteingangsverarbeitung.
Hier eine kleine Auswahl der Fragestellungen der Teilnehmer:
- Wie hoch ist Erkennungsrate einer automatischen Klassifikation bei eingescannten Eingangsdokumenten?
- Wer klassifiziert bzw. attributiert die Dokumente in der Praxis? Der Posteingang, das Abteilungs-Sekretariat, der Sachbearbeiter?
- Welche Funktionalität der Klassifikation sowie der Abbildung von Schlagwortkatalogen sollte eine moderne ECM-Lösung aufweisen?
- Wie hängt das "Tagging" im modernen Web (Web 2.0) mit der Klassifikation im Unternehmensbereich zusammen?
- Wie und was muss man analysieren, damit man entsprechende Klassen, Typen, Metadaten,... festlegen kann?
- Wie dokumentiert man die Klassifizierung, Typisierung von Dokumenten? Welche Eigenschaften und Strukturen müssen festgehalten werden?
- Welche Argumente bzw. Nutzen lassen sich bei der Posteingangsverarbeitung konkret darstellen? Gibt es ROI-Betrachtungen?
- Wie kann eine optimale Einführung einer Posteingangsverarbeitung aussehen? Wo beginnt man, wie breitet man die Lösung aus?
- Was wird denn nun in der Praxis wirklich gescannt? Und was wird immer in Papierform im Unternehmen verteilt?
- Welche Produkte/Anbieter sind am österreichischen Markt präsent?
- Und überhaupt: Wie bekommt man die Anwender dazu, die elektronischen Dokumente endlich zu akzeptieren und eine Abkehr vom Papier zu motivieren?
Und zusätzlich standen wieder mal viele Fragen rund um die rechtlichen Aspekte im Raum:
- Ist unsere Unternehmen durch die Compliance beeinflusst? Und wenn ja, wo ist dies dokumentiert?
- Was ist nun mit der EU Richtlinie 8? Wann tritt diese in Kraft und welche Auswirkungen hat sie auf unser Unternehmen?
- Was muss/kann man alles revisionssicher (dokumentenecht) elektronisch ablegen bzw. aufbewahren?
- Gibt es Dokumente, welche grundsätzlich auch im Papierformat aufbewahrt werden müssen?
- Welche Posteingangsstücke kann man zentral öffnen, welche müssen verschlossen an den Empfänger weitergeleitet werden?
- Gelten Signaturen auch dann, wenn sie bereits abgelaufen sind, der Dokumenteneingang jedoch noch mit gültiger Signatur stattgefunden hat?
Wie immer waren auch diese beiden Praxis-Workshops für mich total spannend. Denn immer wieder tauchen auch neue Fragen, aber auch (für mich) neue Implementierungs- und Einführungs-/Betriebskonzepte auf. Also lernen nicht nur meine Teilnehmer etwas, sondern auch der Berater ;-)
Xerox automatisiert Dokumentenverarbeitung: Neue Klassifikationstechnologien
Geschrieben am 14.10.2007Das auf Bürolösungen spezialisierte Unternehmen Xerox hat eine Software vorgestellt, mit der der Inhalt von Dokumenten automatisch verarbeitet werden kann. Der "Hybrid Categorizer" ist eine Software, die Scan- und andere maschinelle Lerntechniken nutzt, um sowohl Text als auch Bilder in digitalen Dokumenten automatisch zu erkennen und zu katalogisieren. Unter dem Begriff Smart-Paper-Technologie haben die Xerox-Forscher am Palo Alto Research Center zudem zwei weitere Lösungen entwickelt, die das Leben von Sachbearbeitern und Sekretären erleichtern soll, berichtet das Branchenportal Cnet.
Zum Einsatz könnte Hybrid Categorizer etwa bei Versicherungen kommen. Die Anwendung unterscheidet hier beispielsweise zwischen KFZ-Schadensmeldungen und Schadensfällen im Haushalt. Anträge, Beschreibungen und dazugehörige Fotos werden automatisch erfasst, in entsprechende Ordner abgelegt bzw. weitergeleitet. Als zweite Entwicklung demonstrierten die Forscher eine Software, mit der Dokumente automatisch auf sensible Informationen durchsucht werden können. Das Programm verschlüsselt die Daten entweder oder löscht sie ganz aus dem Akt. Anwendung soll diese Entwicklung im medizinischen Bereich finden. So könnten Krankenakten von Arzt zu Arzt weitergeleitet werden ohne vertrauliche Patienteninformationen mitzusenden.
Als dritte Neuentwicklung präsentierten die Forscher den Infrarotdruck, eine Sicherheitstechnologie für Papier, mit der Kunden selbst Hologramme auf Dokumente drucken und diese vor Fälschungen sichern können. "Es gibt dabei unglaublich viele Möglichkeiten, wie diese Technologie angewendet werden kann", meint Sophie Vandebroek, CTO von Xerox. Kunden können damit Geburtsurkunden, Kinokarten oder Rabattscheine mit einem eigenen Sicherheitsmerkmal ausstatten. Zur Überprüfung der Echtheit eines Dokuments ist eine Infrarotlichtquelle nötig. Bereits im vergangenen Frühjahr hatte Xerox eine Druckerlösung demonstriert, die mit der Dokumente gesichert werden konnten. Um die Merkmale sichtbar zu machen, ist UV-Licht nötig.
Quelle und gesamter Artikel: COMPUTERWELT.AT
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