BPMN - Kurz vorgestellt

Die Business Process Modeling Notation (BPMN) wurde von der Business Process Management Initiative (BPMI) entwickelt. BPMN ermöglicht das grafische Modellieren von Geschäftsprozessen in einer standardisierten und umfassenden Notation aus betriebswirtschaftlicher Sicht. Die Notation hat den Anspruch, zum einen Prozessmodelle unabhängig vom verwendeten (BPMN-konformen) Modellierungswerkzeug für Geschäftsanalytiker leicht lesbar und verständlich zu machen, wie auch aufgrund seiner Mächtigkeit sehr komplexe Geschäftsprozesse einschließlich Business-To-Business-Prozesse abzubilden.

BPMN ist also eine Notation, spricht eine Sammlung von grafischen Symbolen, welche eine spezifische, dokumentierte Semantik aufweisen. Diese Semantik, also die Bedeutung der Symbole, ist umfassend auf der Website von BPMN dokumentiert. Grundsätzlich besitzt BPMN nur drei Symboltypen:

  • activity (Arbeitsschritt)
  • gateway (bestimmt, steuert den Ablauf)
  • event (Ereignis, welches Einfluss auf den Ablauf nehmen kann)

Natürlich gibt es noch andere Symbole, welche die Ausdrucks- und Modellierungsfähigkeiten von BPMN erweitern.

BPMN ist keine Modellierungssprache, sondern eben lediglich eine grafische Darstellung (Format) eines Geschäftsprozesses. BPMN besitzt daher leider noch kein standardisiertes Speicherformat, obwohl bereits die meisten namhaften Hersteller von BP-Modellierungswerkzeugen BPMN in ihre Produkte aufgenommen haben. Aktuell sind jedoch XPDL, BPEL und das recht frische BPDM (Business-Process-Definition-Metamodell der OMG) im Rennen, als Speicherformat (im Zuge einer Serialisierung) akzeptiert zu werden.

Hier mal die aktuell definierten Symbole (hier z.B. als Bibliothek für das Zeichenprogramm OmniGraffle) sowie ein kleines Beispiel eines BPMN-Modells.

Im Q1/2008 veranstaltet Pitschek&Partner ein Seminar zu BPMN, übrigens das Erste zu diesem Thema in Österreich. Hurra!

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